Jeet Kune Do

im Tengu Akasha Dojo International

Jeet Kune Do (chinesisch für „Weg der abwehrenden Faust) bzw. seine Basis Jun Fan Gung Fu ist das Vermächtnis des 1940 geborenen und 1973 verstorbenen Kampfkünstlers und Schauspielers Bruce Lee (chinesisch Lee Jun Fan).

Jeet Kune Do ist kein festgefügter Stil oder geschlossenes System, sondern ein Konzept eine Philosophie. Das Hauptmerkmal dieser Philosophie liegt in der Einfachheit und Individualität der Techniken. Bruce Lee verwendete in diesem Konzept der Selbstverteidigung Elemente aus dem Wing Chun Kung Fu, westlichem Boxen, dem französischen Savate, klassischem Fechten, philippinischem Kali, Thai Boxen uvm.

Das Jun Fan Kung Fu also Bruce Lee’s Kung Fu, kann man als technische Grundlage des Jeet Kune Do betrachten. Jeet Kune Do braucht also eine technische Grundlage, welche natürlich auch erweitert und verbessert werden kann. Als Bruce Lee von Hong Kong in die USA auswanderte, bemerkte er unter anderem durch seinen kampfstärksten Schüler und ersten Assistenzlehrer in den USA, Jesse Glover, das Wing Chun, das er von Großmeister Yip Man erlernte, in einigen Beziehungen Lücken aufwies so z.B. gegen Boxer und ihre Haken sowie im Kampf mit und gegen Waffen, fügte er verschiedene Konzepte und Prinzipien aus anderen Kampfkünsten hinzu. Somit war das Jun Fan Kung Fu, benannt nach seinem Begründer, geboren. Später wurde daraus das Jeet Kune Do. Das Ziel Bruce Lee’s war der „komplette“ Kämpfer. Daher wurden im Jeet Kune Do auch zunächst 4 später 5 Distanzen unterschieden

  • Kicking (Tritt/Fußdistanz)
  • Boxing (Faust-Distanz)
  • Trapping (Nahdistanz)
  • Nulldistanz (aus Silat – nachträglich von Dan Inosanto eingeführt)
  • Groundfigting (Bodenkampf)

Seit dem Tod von Bruce Lee führen einige seiner Orginalschüler sein Werk, in z.T. unterschiedlicher Weise, fort. Unter diesen, der persönliche Freund und Trainingspartner von Bruce Lee, Dan Inosanto. Dieser wurde von Bruce Lee noch persönlich als Erbe des Jeet Kune Do eingesetzt. Noch ermuntert durch Bruce Lee, forschte und entwickelte er in Sachen Kampfkünste weiter und wandte sich hier vor allem weiter den philippinischen Kampfkünsten Kali/Kali-Silat/Panantukan/Dumog zu, darüber kam er auch zum indonesischen Pentjak-Silat und malyischen Bersilat. Desweiteren widmete er sich dem Thailändischen Boxen Muay Thai und um insbesondere Lücken im Bodenkampf zu füllen dem brasilianischen Jiu-Jitsu der Machado Brüder. Seit den 1980iger Jahren hat er Jun Fan und Jeet Kune Do mit diesen Systemen vermischt, sie um deren Konzepte erweitert. Dies entspricht der Philosophie von Bruce Lee nach der Jeet Kune Do alles umfasst ohne umfassend zu sein, und darf nicht statisch aufgefasst werden.

Aufgrund seiner innovativen Konzepte und Methoden sowie seiner Realitätsnähe ist Jeet Kune Do eine umfassende und effektive Selbstverteidigung, die sich dem einzelnen Kämpfer anpasst und ihn nicht in ein Korsett zwängt, welches seine Möglichkeiten beschränkt. Das JKD-Training, das ausgefüllt ist mit den verschiedensten Techniken und Praktiken, lässt keine Langeweile aufkommen, sondern macht einfach viel Spaß.

Graduierungssystem/Ausbildungsstufen im Jeet Kune Do

Traditionell gibt es in den chinesischen, philippinischen, thailändischen oder indonesisch/malaysischen  Kampfkünsten, im Gegensatz z.B. zum Brasilian Jiu-Jitsu, keine formellen Rang- oder Graduierungssysteme. Diese Kampfkunstformen basierten oftmals auf Familientraditionen, die privater und diskreter Natur sind. Da diese Trainingsgruppen sehr klein waren, wussten die Schüler welchen Rang sie innerhalb der Gruppe hatten, und der Lehrer wusste was diese jeweils konnten und was sie noch zu lernen hatten, außerdem waren die Schüler jedes Mal im Training.

Unser Phasen-Klassen-System basiert auf dem farbigen Yin/Yang System der frühen Jun Fan Gruppen, welches von 1968 bis 1974 eingesetzt wurde und der Phasen des Fortschritts der Filipino Kali Academy / Chinese Boxing Academy von Torance, CA, die von 1974 bis 1984 von Dan Inosanto geleitet wurde. Unser Phasen-Ausbilldungssystem ist eine Weiterentwicklung davon und entworfen worden, um stufenweise, optimale Fortschritte, sowie ein einheitliches Ausbildungsniveau im Verband zu gewährleisten. Es bedarf 5 Phasen um das Programm abzuschließen und um in die Abschlussklasse eingeladen werden zu können. Für jede Phase wird ein detailliertes Ausbildungsprogramm ausgehändigt.

Phase 1 – Basiclevel – weiß

Phase 2 – gelb

Phase 3 – grau

Phase 4 – blau

Phase 5 – rot

Abschlussklasse – rot/gelb

Ausbildersystem – schwarz

Basiclevel-Instruktor
Unterrichtet und prüft Phase 1

Instuktor
Unterrichtet und prüft bis Phase 3, kann Basiclevel-Instruktoren ausbilden

Full-Instruktor
Unterrichtet und prüft bis Phase 5, kann Instruktoren und Basiclevel-Instruktoren ausbilden

Chef-Instruktor – Leiter des Ausbildungsprogrammes – Lehrbeauftragter
Unterrichtet und prüft alle Phasen, ist für die Abschlußklasse zuständig, bildet alle Instruktoren insbesondere die Fullinstruktoren aus, ist Weisungsbefugt und für Ausbildungs- und Prüfungsordnungen sowie das Seminarwesen zuständig.

Ausbildungs- und Beraufsausbildungsangebot im Tengu Akasha Dojo International:

Powerausbildung über ca. 18 Tagesseminare jeweils 2 mal Samstags im Monat zur Erlernung der Phase 1

Powerausbildung + Lehrerausbildung zum Basiclevel-Instruktor 4 Tagesseminare zusätzlich

Weitere Ausbildung nach Vereinbarung im Anschluß

Neuer Powerausbildungsbeginn Januar/Februar 2014!

Ausbildungsangebot im Tengu Akasha Dojo Heidelberg

Dauertraining: Einmal wöchentlich in Heidelberg durch hochgestellten Lehrer mit komplettem Programm

Ab Januar 2014 Beginn einer Phase 1 Ausbildung in Heidelberg!