Jeet Kune Do

Jeet Kune Do ist chinesisch und bedeutet so viel wie „der Weg der abwehrenden Faust“. Jeet Kune Do wurde von Bruce Lee entwickelt. Das von Bruce Lee ursprünglich aus dem Wing Chun entwickelte Jun Fan Kung Fu ist bei Bruce Lee die Basis für sein Kampfkunst-Konzept Jeet Kune Do. Auch bei dem im Tengu Akasha Dojo in Zusammearbeit mit der GST Sektion Kampfkunst unterrichteten Jeet Kune Do Konzept gibt es eine solche Basis, die aus Elementen des Wing Chun, der phillipinischen Kampfkünste, Techniken aus dem Boxen, Thai-Boxen, Fechten und Jiu Jutsu besteht und in drei Grundlagenkursen vermittelt wird. Danach beginnt das freie Training, bei dem die Basis erweitert wird und individuell Techniken und Praktiken aus weiteren Systemen aufgenommen werden können. Zentral ist das sensivitäts-Training, das sich im Training  der klebenden Hände des Chi Sao und Hubutt Lubad so wie deren Vermischung niederschlägt. Es geht um das Trainieren von Wahrnehmung, Flexibilität, Reflexen, Reaktionsfähigkeit und das Handeln zum rechten Zeitpunkt, also um das spontan richtige Handeln ohne an ein starres Schema gebunden zu sein.

Bruce Lee unterrichtete und förderte seine Schüler sehr individuell, da er meinte, dass Jeet Kune Do nicht ein Name einer neuen Kampfkunst sei, sondern eher ein Prinzip oder eine Philosophie. Das Ziel der Spontanität und Formlosigkeit ist sehr wichtig beim Jeet Kune Do. Formlos sein, wie das Wasser, das sich überall anpassen kann und seine Form nach belieben verändern kann, je nachdem in welches Gefäß man es gerade gießt. Wasser ist nicht greifbar, weich und hat trotzdem die Kraft Steine zu zerstören. Das ist dem chinesischen „Wu Wei“ ähnlich, das „Handeln durch Nicht-Handeln“. Heute würde man sagen: „Go with the Flow„. Das heißt, auf alles was kommt, flexibel und wirksam eingehen zu können.

Das bringt auch mit sich, dass jeder Schüler eine individuelle Art zu Trainieren braucht, da jeder ein Individuum ist und andere Voraussetzungen mitbringt. Natürlich ist die Basis-Ausbildung bei allen Schülern die gleiche. Denn ohne eine gute Basis wird es schwer fallen, sich individuell weiter zu entwickeln.

Die berühmteste Technik aus dem Jeet Kune Do ist wohl Bruce Lees „One Inch Punch„. Hier wird aus kurzer Entfernung ein Fauststoß ausgeführt, der den Gegner ein paar Meter zurückstoßen kann.

Da Jeet Kune Do ein weiches (Element Wasser) Kampfkunstkonzept ist, lässt es sich sehr gut mit dem Taguchi Ryu Ninjutsu verbinden, weil es dort ähnliche Prinzipien gibt. In der Spirituellen Krieger Ausbildung sind Praktiken und Techniken aus dem Jeet Kune Do bereits eingeflochten.