Buddhistische HeilkunstLotus1_Meditation-und-Buddhistische-Geistheilung

Die Buddhistische Heilkunst ist das praktische Resümee aus der Dissertation von Dr. Mark Hosak über Rituale der Heilung im Tantrischen Buddhismus (Esoterischer Buddhismus). In seiner Dissertation beschreibt er die Zusammenhänge zwischen dem Buddhismus, der Erlangung des Herzens der Erleuchtung in Theorie und Praxis. Der Hintergrund dafür ist ein chinesischer Text von dem Mönch Kakuban (1095-1143) und die kunsthistorischen Artefakte in buddhistischer Architektur, Malerei und Skulptur. Je nach Schule variiert der philosophische Hintergrund. Im Tantrischen Buddhismus gibt es zwei große Schulen. Das sind die Tendai und die Shingon Schule.

In der Tendai Schule geht es darum, dass man viel meditiert, um nach dem Leben in eine Art Paradies zu gelangen. Dies wird auch das Reine Land des Westens des Amida Nyorai genannt.

In der Shingon Schule geht es darum, dass man Meditationen und magische Rituale nutzt, um sich zu entwickeln, damit man noch in seiner physischen Form, d.h. im Leben, Erleuchtung finden kann, um ein möglichst angenehmes Leben führen zu können. Man sät gute Samen für dieses Leben und auch für die nächsten Leben. Man erreicht sozusagen das Reine Land des Westens im Leben und nicht erst nach dem Tod. Im Laufe seiner Forschungen ist Dr. Mark Hosak auf viele dieser Geheimlehren gestoßen und bringt diese in seinen Seminaren und Ausbildungen bei. Normalerweise ist es für uns Ausländer unmöglich von den Japanern diese Dinge zu lernen, da sie diese nur an Ihresgleichen weiter vermitteln.

Den Begriff Buddhistische Geistheilung hat Dr. Mark Hosak auf dieser Basis ins Leben gerufen. Mit dem Geist ist insbesondere das spirituelle Herz gemeint. Auf Japanisch ist das kokoro 心. Das kann sowohl mit Geist als auch mit Herz oder spirituellem Herz übersetzt werden. Im deutschen Sprachgebrauch spricht man in diesem Zusammenhang von einem reinen Herzen und einem klaren Geist. Vor theoretischen und praktischen Hintergrund hat die Buddhistische Geistheilung nichts mit der westlichen Geistheilung gemeinsam.

Geschichte der Buddhistischen Heilkunst

Entwicklung des Tantrischen Buddhismus in Japan

Der Tantrische Buddhismus kam in Indien in der Mitte des 7. Jahrhunderts auf. Die vollständige rituelle und schriftliche Tradition sind in den Sūtras enthalten. Teils handelte es sich hier um zwei Bewegungen, die bald durch indische Mönche nach China überliefert und dort vereint wurden. In China kam es zudem teils zu einer gegenseitigen Beeinflussung mit dem magischen Daoismus, dessen Synkretismus von mehreren Mönchen nach Japan gebracht wurde. Dort kam es dann im Laufe der Jahrhunderte zu eigenen Weiterentwicklungen, welche die Geschichte der Buddhistischen Geistheilung maßgeblich beeinflussten.

Geschichte der Heilung im Buddhismus

Der Weg zur Buddhaschaft betrifft den gesamten Menschen als psychophysischen Komplex, in dem physische, emotionale und mentale Prozesse einander bedingen. Der Körper ist dabei ein Objekt der Kontemplation und Ort der Transformation.

Buddhistische Schriften und Manuale für die Meditation repräsentieren ein weites Spektrum an Meditationen mit dem Fokus auf den Körper.  Einer der Schwerpunkte ist die Achtsamkeit in Bezug zur Atmung,  Körperhaltung, und Routineaufgaben. Ein weiterer ist die Analyse der Natur, indem der Körper in die vier Elemente Erde (alles Feste im Körper), Wasser (alles Flüssige im Körper), Feuer (Hitze) und Luft (Bewegung) aufgeschlüsselt wird. Solche Meditationen sollen dabei helfen, die Illusionen eines beständigen Selbst aufzuheben. Darüber hinaus gibt es Kontemplations-Techniken auf 32 innere Bereiche im Körper, zu denen auch die inneren Organe wie etwa Leber, Galle, Lunge und Herz gehören.

Darin ist gleichzeitig ein detailliertes Wissen über die Anatomie und Funktionen des Körpers aus dem Brahmanismus enthalten, so dass religiöse Spezialisten im Rahmen ihrer Rituale als Heiler fungieren können.

In den buddhistischen Schriften Indiens spielen empirische und magisch-religiöse Medizin eine gleichbedeutende Rolle. Im zweiten Jahrhundert wurde damit begonnen, diese Schriften ins Chinesische zu übersetzen. Mit der Verbreitung des Buddhismus kamen diese Heilkünste durch buddhistische Mönche in Umlauf.

Das Sūtra des Goldenen Lichtes bezieht sich in mehreren Kapiteln beziehen auf Rituale der Heilung. In Kapitel sechs werden Baderituale mit Kräutern, Zaubersprüchen und Beschwörungen der magisch-religiösen Medizin beschrieben. In Kapitel 16 geht es um die Heilung von Krankheiten mit ayurvedischen Methoden.

Im frühen Buddhismus lernten die Mönche Medizin und Heilung zunächst für sich. Später ging man dazu über, diese auch für andere anzuwenden. Dabei wurde der Aspekt der Heilung im Buddhismus ein Mittel zur Befreiung des Geistes und zu einer zu erlernenden Fähigkeit auf dem Pfad des Bodhisattvas, um durch die Heilung anderer sein Mitgefühl auszudrücken. Durch das Erlernen der Rituale der Heilung und der Anwendung ayurvedischer Techniken wurde es möglich, sowohl spirituelle als auch physische Leiden zu heilen. Bei den Ritualen der Heilung durch Hingabe und Verschmelzung mittels einer oder mehrerer Heilsgestalten in Mandalas kam es zur Nutzung von Mantras und Siddhaṃ, in denen mitunter der Name der Heilsgestalt als heilendes Wesen mit einbezogen wurde, welches das Herz beruhigen und die Erlangung der Buddhaschaft unterstützen soll.

Mit der Verbreitung der buddhistischen Heilung in China wurden Philosophie und Methoden der Heilung durch chinesische Praktiken und Konzepte ergänzt. Dazu gehören Akupunktur, Moxibustion, Pulsdiagnose und die Erweiterung der vier Elemente um das Element Äther bzw. Leere.

Generell wurde der Begriff der Heilung in drei Bereiche unterteilt: erstens religiöse Heilung mit dem Glauben durch Einsichten, Mentaltechniken und Meditationen; zweitens magische Heilung mit Beschwörungen, Anrufungen und Exorzismus; drittens medizinische Heilung durch die Anwendung von Heilpflanzen, Diäten, Massage und Chirurgie.

Mit Ausnahme des dritten Bereichs wurden in Japan die Siddhaṃ für die Meditationen der Heilung und für magische Heilung verwendet.

Entwicklung der buddhistischen Geistheilung in Japan

Besonderer Beliebtheit erfreut sich seit der Einführung des Buddhismus nach Japan der Medizinbuddha. Seine Verehrung begann in Zentralasien im späten dritten Jahrhundert und wurde im vierten Jahrhundert über die Seidenstrasse nach China und im siebten Jahrhundert nach Japan überliefert. Zusätzlich wurden Schriften über Kräutermedizin, Divination und Astrologie nach Japan gebracht.

Die bisher fremden buddhistischen Heilsgestalten wie etwa Buddhas und Bodhisattvas wurden von Anfang an als Wesen mit herausragenden Heilfähigkeiten angesehen, welche die einheimischen Heiler übertreffen würden. Mit ihnen wurden buddhistische Rituale zum Schutz vor bösen Kräften und zum Abwenden von Unheil und Heilung von Krankheiten durchgeführt. Seit dem 7. Jh. gingen Mönche zum Studium nach China, so dass es zu einer Optimierung der japanischen Heilmethoden kam.

Dabei wurde die Verehrung des Medizinbuddhas zur Heilung mit den indigenen magischen Praktiken der Purifikation und des Exorzismus kombiniert, wobei die Ursachen von Krankheiten auf Dämonen zurückzuführen sein sollen.

Mit dem Medizinbuddha wurden ursprünglich Rituale zur Prävention und Heilung von Krankheiten für ein langes Leben und zum Erlangen der Buddhaschaft und für weltliche Interessen wie ein Leben in Wohlstand durchgeführt.

Dabei liegt der Fokus primär auf der Heilung der mentalen Vorstellungen, die von spirituellen Wachstum und der Erlangung der Buddhaschaft abhalten und sekundär auf der Heilung von physischen Leiden. In der meditativen und rituellen Praxis ging es bei der Heilung um die Verschmelzung mit der Heilsgestalt, um schädliche Kräfte abzuwehren und Krankheiten sowie deren Ursachen heilen zu können.

Die medizinische Versorgung für das Volk wurde weitgehend von buddhistischen Mönchen durchgeführt, weil die Klöster auf das ganze Land verteilt waren und es zudem zahlreiche Wandermönche gab. Allerdings war den buddhistischen Mönchen und Nonnen weitgehend verboten, schamanische Praktiken fujutsu 巫術 durchzuführen, es sei denn, es handelte sich um Rituale der Heilung durch Mantras, Siddhaṃ, Beschwörung- und Bannformeln und Meditationen der Heilung.

Buddhistische Heilkunst und Philosophie

Die Philosophie ist der spirituelle Unterbau, um zu begreifen, wie Heilung im Buddhismus als Selbstheilungsweg und als Heilmethode für anderen möglich ist. Durch die Beschäftigung mit der Philosophie des Tantrischen Buddhismus werden manche Zusammenhänge im Leben und Alltag klarer und Spirituelles zur Förderung eines klaren Bewusstseins können leichter integriert werden. Aha-Erlebnisse können eine unmittelbare Heilung eines alten Themas auslösen.

Der Buddhismus ist zwar als eine Weltreligion bekannt, zwingt jedoch nicht zu einem uneingeschränkten Glauben. Vielmehr geht es darum, die praktischen philosophischen Konzepte durch eigene überprüfen zu können. Von daher handelt es sich hier eher um eine Form der praktischen Philosophie bestehend aus Lehren und meditativer sowie ritueller Praxis für verschiedene zwecke, wobei das höchste Ziel als die Erlangung der vollständigen Erleuchtung bekannt ist.

Das Geheimnis der Drei Mysterien

Die Drei Mysterien bilden die Grundlage der Buddhistischen Geistheilung. Sie sind die Einheit von Körper, Rede und Sinn:.

  • Der Körper kann sowohl die Körperhaltung als auch eine Handgeste (Mudra) sein.
  • Die Rede bezieht sich auf Worte im Sprachgebrauch oder Formeln (Mantras).
  • Der Sinn ist die visuelle Ebene mit der ein Symbol wie etwa eine Mondscheibe auf einem Lotus oder ein Siddham visualisiert bzw. imaginiert wird.

Im Tantrischen Buddhismus wird davon ausgegangen, dass die gemeinsame Anwendung der  Drei Mysterien in Meditationen und Ritualen der Heilung die höchste Wirkung hat, weil damit eine Schnittstelle zwischen dem Spirituellen und dem materiellen Aufgebaut wird.

Stufen der geistigen Entwicklung im Buddhismus

Der Hinayana Buddhismus, auch Theravada genannt, beinhaltet die ältesten und ursprünglichsten Lehren im Buddhismus. Die geistige Entwicklung betrifft hier insbesondere den sogenannten Achtfachen Pfad zur wahrhaftigen Befreiung des Geistes.  Im Tantrischen Buddhismus gibt es im Zusammenhang mit dem Achtfachen Pfad für jeden einzelnen Pfad Meditationen und Rituale der Heilung auf der Basis der Drei Mysterien, die in den Seminaren zum Shingon-Mönch und Buddhistischen Heiler gelehrt werden.

Der Achtfache Pfad

  1. Rechte Anschauung, Einsicht in die vier Wahrheiten, Befreiung der Schleier
  2. Rechte Gedanken und Absicht  Achtsamkeit im Alltag – Freundlichkeit
  3. Rechte Rede – Vermeiden falscher und Leid bringender Worte
  4. Rechtes Handeln und Aktionen und Karma-Bereinigung
  5. Rechte Lebensweise und Broterwerb
  6. Rechte Anstrengung auf das Ziel mit kontinuierlicher Energielenkung
  7. Rechte Achtsamkeit mit Unterscheidungsfähigkeit im Herzen und Geist
  8. Rechte meditative Versenkung

Feedback begeisterter Teilnehmer zur Amida-Meditation

Lieber Mark

 Ich möchte mich nochmals von ganzem Herzen bei Dir bedanken für diese wunderbare Meditation. Jetzt habe ich es dann bald geschafft die 100’000.–. Allerdings ist mir dies inzwischen nicht mehr so wichtig wie zu Beginn. Ich sehe die Veränderungen bei mir: Ich habe durch diese Meditation einen ganz anderen Umgang mit vielen Dingen in meinem Leben. Inzwischen schmerzen mich die Todesfälle und auch Andere Situationen der letzten Jahre nicht mehr.

Es ist sehr schön beim Meditieren, es kommen Bilder aus dem Nichts mit Menschen, Tieren oder Situtaionen aus meinem Leben die ich völlig vergessen hatte, manchmal kommen mir die Tränen aber es sind Tränen des Loslassens und nicht des Schmerzes. Ein wunderbar befreidendes Gefühl.

Trotzdem freue ich mich wenn die 100’000 voll sind damit ich wieder mehr Zeit  auch für andere Meditationen und auch die Übungen aus dem Seminar Aura Chakra Magic habe. Diese sind zur Zeit ein wenig zu kurz gekommen.

Ich freue mich schon sehr auf den 2. Grad Shingon Reiki im Oktober und bin sehr gespannrt was da noch kommt. Ich habe jetzt sehr gute Rückmeldungen von meinen Klienten die ich früher mit RR behandelt habe. Sie haben den Eindruck das die Anwendungen jetzt noch intensiver und schöner sind wobei sie ja nicht wissen woran das liegt. Ich habe für Gelenk-Anwendungen oder Mentalheilung einfach mit dem Siddham Bhai gearbeitet und die Erfolge können sich gut sehen lassen. (Habe es natürlich auch bei mir angewandt da ich wieder einmal ziemlich krank war.) Übrigens bin ich jetzt ganz von Chemie entwöhnt und gehe fleissig ins Training. Optisch warte ich aber noch auf die Ergebnisse!

Ich wünsche Dir eine schöne Zeit bis im Oktober.

Herzliche Grüsse aus Niederteufen, Schweiz

Claudia Zuber