Spiritueller Krieger im Taguchi Ryu NinjutsuSpiritueller-Krieger-Matukio Kopie

Diese Ausbildung ist für Menschen, die sich mit einer spirituellen Kampfkunst freiberuflich arbeiten wollen. Taguchi Ryu Ninjutsu ist eine innere Kampfkunst, bei der es um spirituelle Heilung und Persönlichkeitsentwicklung geht.Es geht um die Entwicklung des Körperbewusstseins, der Wahrnehmung und um die spirituelle Heilung aller Themen, die mit Kampf zu tun haben.

Kampfkunst ist ein Weg der Erleuchtung und wird hier so gelehrt.


Die Ausbildungs-Stufen und was du damit tun kannst:

 

Spiritueller Krieger im Taguchi Ryu Ninjutsu Shoden

  • Gruppentrainings, Privattrainings, Workshops und Seminare geben

Spiritueller Krieger im Taguchi Ryu Ninjutsu Chuden

  • den Kampfkunstteil aus Shoden ausbilden
  • weitere Stile, Waffen
  • Ninja Magie

Spiritueller Krieger im Taguchi Ryu Ninjutsu Okuden

  • Shoden und Chuden ausbilden
  • weitere Inhalte

Spiritueller Krieger im Taguchi Ryu Ninjutsu Oku Okuden

  • Shoden, Chuden und Okuden ausbilden
  • weitere Inhalte

Spiritueller Krieger im Taguchi Ryu Ninjutsu Shinpiden

  • das gesamte System ausbilden

Kostenloses Probetraining – Spiritueller Krieger

Spiritueller Krieger Training findet Donnerstag und am Samstag zu Seminarwochenenden statt. Jeder, wer mal in das Spiritueller Krieger Training rein schnuppern mag, ist dazu zum kostenlosen Probetraining herzlich eingeladen. Dabei trainieren alle Teilnehmer gemeinsam. Für die Fortgeschrittenen ist es eine Herausforderung und ein besonderes Training mit den noch nicht eingedrillten Techniken der Anfänger umzugehen und für Anfänger ist es praktisch gleich mit Fortgeschrittenen zu trainieren, um ein Gefühl dafür zu bekommen, worum es geht und um jederzeit Hilfestellung bekommen zu können. So trainiert der Lehrer die Schüler, in dem er umhergeht und allen alles persönlich passend zu ihrem Niveau zeigt und die Schüler trainieren sich gegenseitig auf den unterschiedlichen Levels.

Zum Probetraining bitte vorher über das Kontaktformular anmelden und einen Termin ausmachen.


Teilnehmer Feedback zum Probetraining Spiritueller Krieger

Lieber Mark
Am Spiritueller Krieger Training hat mich besonders begeistert, dass der Geist und das Spirtuelle eine so große Rolle spielen. Es hat mir Spaß gemacht, wie durchdacht und mit wenig Kraft man große Wirkung erzielen kann. Ich hab mir bisher unter Kämpfen eher einen brutalen anstrengenden Sport vorgestellt. Mir ist bewusst geworden, dass ich das Thema Kämpfen bisher aus meinem Leben ausgeklammert hatte. Ich dachte, das ist nichts für mich und ich muss brav und lieb sein. Dass ich mir damit aber auch alles gefallen lassen muss und ich keine Möglichkeit zur Verteidigung habe, war mir nicht klar. Ich hab viel über das Thema nachgedacht und gemerkt, dass ich eigentlich schon kämpferisch veranlagt bin. Der Kampfgedanke und die Lust zu Kämpfen haben mich nicht mehr losgelassen und es reizt mich sehr, diese Seite tatsächlich auszuleben. In einer Mediation hab ich mich als geflügelten Löwen gesehen und eine Kraft, Stärke und Zielgerichtetheit gespürt, wie ich sie bisher noch nicht erlebt hab. Ich spreche morgen mit Benjamin über eine mögliche Kampfkunstausbildung oder andere Alternativen. Zusätzlich weiß ich eigentlich auch jetzt schon, dass ich die Reikiausbildung auch machen möchte. Ich hab zwar noch kein Seminar gehabt, aber alle Erfahrungen und immer wieder kehrende Erlebnisse  mit Reiki in Mediationen faszinieren mich sehr. Obwohl mein Kopf nur dumm zuschauen kann und es nicht versteht, spüre ich, dass es nach dem Reikiseminar im Juni nicht anders sein werden kann…
Liebe Grüße,
Stephanie

 

Mehr Infos über Spiritueller Krieger gibt es auf Mark Hosaks Kampfkunst Website des Tengu Akasha Dojos !

 

Wie ich zu den Kampfkünsten kam…

Seit dem Jahre 1985 war und bin ich überwiegend Schüler bei japanischen Kampfkunst-Meistern. Ich genoss fast ausschließlich privates Training. Hinzu zu den japanischen Stilen lernte ich auch einige andere Stile aus anderen Ländern. Im Laufe der Jahre probierte ich viele Kampfkunst-Stile aus, bis ich einen für mich optimalen Kampfkunst -Stil entdeckte. Das war schließlich das Ninjutsu. Schwerpunkte dabei waren und sind immer noch der Stockkampf, Schwertkampf und die Messerkampfkunst, hinzu kommen der waffenlose Kampf mit raffinierten Hebeltechniken und die Magie der Ninja, wo es in spirituelle Bereiche hineingeht.

Bereits mit sehr jungen Jahren faszinierten mich die ostasiatischen Kulturen. Zu den Kampfkünsten gelangte ich während der Schulzeit. In der Schule wurde ich des öfteren von größeren Mitschülern verprügelt. Um mir helfen zu können, lernte ich in Bremen in einer japanischen Internat-Schule Karate. Ich wurde zuerst im Goju Ryu unterrichtet, später dann im Kyokushin Kai Stil. Danach schaute ich mich in weiteren Kampfkunst-Stilen um. Manche trainierte ich länger, andere schaute ich mir auch nur kurz an. Als ich 18 Jahre alt wurde kam ich zum geheimnisvollen Ninjutsu. Ninjutsu trainiere und unterrichte ich bis heute.

Während einem sechswöchigen Aufenthalt in Japan im Jahr 1995, hatte ich die Ehre meinen heutigen Ninjutsu-Lehrer Taguchi treffen zu dürfen. Als ich ihn kennen lernte, hatte er gerade in den letzten 3 Jahren bei seiner Kampfkunst den unbewaffneten Bereich vervollständigt. Seine Kampfkunst nennt sich Nyoken Nyohen Jutsu. Ich sah diesen Stil und wusste auf Anhieb, dass ich diesen großartigen Stil unbedingt lernen musste. Ich war Feuer und Flamme. Gleich am Anfang meines 3-jährigen Aufenthaltes in Japan wurde ich Privatschüler von Taguchi-Sensei. Während der ersten 3 Monate trainierten wir unterschiedliche Arten des Taijutsu (waffenloses Ninjutsu). Ich hatte so gut wie täglich Privattraining bei Meister Taguchi und am Wochenende traf ich mich mit den restlichen Schülern zum trainieren. Danach kam eine sechsmonatige Trainings-Einheit in der ich nur noch Taihen Jutsu lernte (Fallschule).

Taguchi-Sensei ließ sich von mir angreifen, worauf hin er mich auf unterschiedliche ausgeklügelte Weisen verknotete, warf und hebelte.  Durch dieses Training entwickelte ich innerhalb eines halben Jahres die Fähigkeit, mich aus den misslichsten Verrenkungen und Hebeln befreien zu können. Außerdem könnte ich dann fast aus allen Winkeln fallen, ohne mich dabei zu verletzen.

Eine Methode, um effektiv Ninjutsu zu lernen

Das Spiritueller Krieger Training bei Meister Taguchi hatte ein fortschreitendes Tempo. Damit ich mithalten konnte, entwickelte ich eine für mich passende Trainingsmethode. Sie ermöglichte es mir, die ganzen Rollen einfach und effektiv zu trainieren. Nachdem ich Taguchi-Sensei meine Übungsmethode vorgestellt hatte, war er damit einverstanden, dass ich sie bei seinen Neueinsteigern anwende. So wurden sie sehr schnell sehr gut.

Dank diesem Training verlor ich die Angst vor dem Fallen, wurde körperlich und geistig sehr flexibel und konnte so Taguchi-Sensei ale ein Art Stehaufmännchen dienen, damit er die Techniken, die er von den Kami (Spirits) empfing gleich anwenden konnte. Dieses spezielle Training rettete mir ein paar Monate später bei einem schlimmen Verkehrsunfall das Leben.

In Wahrheit ist das Weiche das Starke

In der Zeit, in der ich Taihen Jutsu lernte, brachte mir Taguchi-Sensei keine Techniken bei. Danach durfte auch ich dann selbst Techniken trainieren. Ich übte allerdings nicht immer wieder Angriff und Abwehr, sondern Bewegungsabläufe in Partnerübungen. Zu jeder der Techniken gibt es dabei immer mindestens eine Kontertechnik.

In vielen Kampfkünsten heißt es: „Angriff ist die beste Verteidigung.“ Bei meinem Training bei Meister Taguchi stand allerdings der „Angreifer“ immer übler da, als der „Verteidiger“. Ich erlebte immer wieder, dass es keinen Angriff gibt, den man nicht  dafür nutzen kann, um auf sanfte Art und Weise jedem Angreifer beizubringen, dass ein friedlicher Weg, der Weg der spirituellen Krieger der wahre Weg ist. Es klingt vielleicht am Anfang sehr paradox. Wenn man diesen Weg allerdings beschreitet, zeigt sich, dass in Wahrheit ein weicher Stil stärker ist, als ein „harter“. Trotzdem kommt es vor, dass es nötig ist einen Blitzangriff zu starten, um zu siegen. Wichtig dabei ist jedoch, dass wirklich ein Angriff kommt. Anstonsten ist der oben genannte Satz nur ein Alibi, um die eigene Angst vor einem Angriff zu deckeln und einen eigenen Angriff damit zu legitimieren.

Sun Tzu, ein berühmter General aus dem alten China, sagte dazu: „Wahrlich siegt, wer nicht kämpft.“

Das Spiritueller Krieger Training mit den traditionellen japanischen Waffen…

Spirituellen Krieger Dr. Mark Hosak im Ninjutsu Training bei Großmeister Taguchi - Katana gegen TenuguiBald begann ich auch das Training mit den traditionellen japanischen Waffen, u.a. Kurzschwert und Langschwert. An einem besonderen Tag aber wurde ich von Taguchi-Sensei zu einer Wand seines Dojos (Trainingsraum) geführt, an der viele verschiedene Waffen hingen. Er gab mir zwei Entscheidungsmöglichkeiten für das weitere Spiritueller Krieger Training:

1. Er zeigt mir mit allen Waffen Technik über Technik, so dass ich mit allen Waffen sehr gut umgehen kann.

2. Er trainiert mich in einer einzigen Waffe meiner Wahl so ausführlich, so dass sie wie zu einem Teil meines Körpers wird. Allerdings ginge das nur, wenn ich die Grundlagen nochmal von Anfang an trainieren würde.

Was sollte ich tun? Mein Verstand redete mir ein, dass es ganz toll wäre ganz viele Techniken mit unterschiedlichen Waffen zu lernen. Ich folgte schließlich meinem Herzen und begann die Basis mit einer einzigen Waffe komplett von vorne zu trainieren. Wieso diese Entscheidung die absolut richtige war, wusste ich damals noch nicht. Meine Entscheidung war der Schlüssel dafür, dass ich irgendwann alle anderen Waffen auch beherrschen konnte. Ich wurde dadurch Meister des Bojutsu, Kenjutsu und Ninjutsu. Diese Kampfkünste sind in Taguchis Stil vereint, auch wenn sie zum Teil unabhängig geübt werden.

Ich will nicht behaupten, dass ich alle Waffen vollendet beherrsche. Fortbildung gibt es immer in allen Bereichen und die eigenen Fähigkeiten sind nie ausgereift, auch nicht bei einem Großmeister. Ich bin z. B. ein exzellenter Schwertkämpfer, habe allerdings schon mit Leuten trainiert, die besser als ich mit dem Schwert umgehen konnten. Mit solchen Menschen trainiere ich gerne und tausche mich auch gerne aus, um weiter zu lernen und mich zu verbessern.

Was mich besonders fasziniert, sind die Unterschiede zwischen den einzelnen Stilen. Im Katori-Kenjutsu hebt man das Schwert zum Beispiel ganz anders, als beim Ninjutsu-Stil. Dort wird davon ausgegangen, dass man als Samurai in einer Schlacht einen großen Helm auf dem Kopf trägt, so dass es nicht möglich ist, dass man das Schwert über dem Scheitel genauso drehen kann, als wäre dort kein Helm (wie z.B. beim Ninjutsu).

Die Waffe meines Herzens – Langstock

Spirituellen Krieger Dr. Mark Hosak als Pilgermönch mit LangstockSchließlich ging es darum, dass ich meine Waffe aussuche. Mein Herz sagte mir „Langstock“. Seit meiner Kindheit hatte ich mir gewünscht diesen zu beherrschen. Ich antwortete zuerst nicht. Stattdessen fragte ich Taguchi-Sensei, welche Waffe er an meiner Stelle nehmen würde. Als wüsste er was in mir vor ging, antwortete er: „Die Antwort kennst du selber – natürlich den Langstock.“ Ich war zutiefst beeindruckt und gleichzeitig sehr erfreut.

Das Training mit dem Stock begann. Ich trainierte auf die traditionelle Art und das war echt hart für mich. Eine der leichteren Übungen dabei waren: 2 Stunden lang immer wieder die gleiche Bewegung mit einem nicht gerade leichten Langstock durchzuführen. Eines Tages musste ich auch eine Woche lang in den japanischen Urwäldern trainieren, um meine Basis zu üben. Außerdem lernte ich dort, wie man Bambus mit dem Stock fällt.

Nach dieser Zeit unterrichtete er mich in den fünf Enbôjutsu-Formen (Affenstil). Diese Bewegungen sollen den Bewegungen von Affen ähneln, daher der Name. Nachdem ich den Affenstil gemeistert hatte, weihte mich Meister Taguchi in den Drachenstil ein (Ryûbôjutsu). Im Training durfte ich stets die Dinge üben, mit denen ich die größten Probleme hatte.

Eine neue Kampfkunst entsteht: Bôjutsu nach Meister Taguchi

Meister Taguchi hat seinen Kampfkunst-Stil (Taguchi Ryu Bôjutsu) nicht von Menschen gelernt. Wir würden sagen, dass es Intuition war, die die neuen Bewegungen und Techniken hervorbrachten. Wie dem auch sei, Taguchi-Sensei sagt, dass sein Stil von den Kami (die japanischen Spirits) kommt und er sie einfach nur empfängt und umsetzt. Die Kami der Kampfkünste werden bujin genannt. Allerdings ist ihm das auch nur möglich, weil er eine sehr umfangreiche Basis der Kampfkünste hat. Dadurch kann er auch die neuen empfangenen Bewegungen geschickt kombinieren.

Um eine Grundlage zu schaffen, feilt er so lange an den neuen Bewegungen und Techniken, bis sie schließlich komplett gereift sind. Wenn eine spontane Bewegung durch ihn durchkommt, wiederholt er sie sofort, um sie behalten und lehren zu können. Täte er das nicht, wäre sie für immer weg. So wächst sein Stil ständig weiter. Er übt die neuen Bewegungen und macht daraus anwendbare Techniken.

So konnte ich auch live miterleben, wie ein neuer Kampfkunst-Stil entsteht. Ich bekam den Auftrag von Meister Taguchi seinen Stil im Westen zu unterrichten. Das tue ich jetzt schon seit dem Jahre 1998.

Wie neue Kampfkunst-Stile entstehen können

Damit ein neuer Kampfkunst-Stil entsteht gibt es verschiedene Möglichkeiten und Vorgehensweisen.

Jeder kann hingehen und sich überlegen, wie man welche Technik und Bewegung wo zusammnennimmt. Das ist das einfachste. Man bastelt sich einfach ganz bewusst selbst etwas zusammen. Damit der Stil allerdings wirklich neu ist, ist es auch wichtig, dass der Stil-Gründer auch wirklich neue Formen und Techniken austüftelt. Sonst bleibt es nur ein Abklatsch von einem bestehenden Stil.

Bei Taguchi-Sensei lief es ganz anders, denn er hatte nicht die Absicht einen neuen Stil zu gründen:

Taguchi-Sensei trainierte 45 Jahre intensiv verschiedene Stile der Samurai und Ninja. Er meisterte das Kenjutsu und Ninjutsu und wurde darin sogar Großmeister (in Japan ein Lehrer, der andere Lehrer bis zum Meister ausbilden darf und kann). Irgendwann bei seinem Training sprudelten aus ihm ganz neuen Techniken. Diese waren ihm bis dahin völlig unbekannt, aber auch seinen Meistern (u.a. Hatsumi). Keiner kannte sie und wusste, was damit zu tun sei.

Der Großmeister des Bujinkan Budo Taijutsu Hatsumi erklärte ihm schließlich, dass das was passierte, dass ist, was das Mantra „Shikin hara mitsu dai ko myo“ aussagt und er jetzt danach handle. Das bedeutete, er bekomme von nun an von den Kami (japanische Lichtwesen, darunter Dainichi Nyorai) Wissen und Techniken geschenkt.

Damit so etwas funktioniert sind zwei Dinge notwendig: über Jahre hinweg langes, intensives Training und spirituelle Persönlichkeitsentwicklung. Wenn man Friden im Herzen findet und man die Kampfkünste nicht nutzen möchte, um zu schaden, stattdessen damit anderen helfen möchte ihren Lebensweg leichter gehen zu können, handelt man im Sinne der Lichtwesen und bekommt den Zugang zu diesem Wissen. So jemand kann um einiges mehr lernen, als man je von einem Menschen lernen könnte.

Hatsumi stellte seinen Trainingspartner und Schüler Taguchi (war zu dieser Zeit schon Großmeister im Shinkan Ryu Kenjutsu) vor die Entscheidung: Entweder er solle vergessen, was vorgefallen war, das Wissen der Kami unterdrücken und weitertrainieren wie bisher, oder er trainiere nur noch die neuen Techniken und fange nochmal von vorne an. So entstand ein neuer Stil.

Japanische Kultur oder Esoterik?

Spirituellen Krieger Dr. Mark Hosak auf dem Kurama Berg vor einem Tengu (Waldgeist)- das Markenzeichen der NinjaWir im Westen stecken solche spirituellen Dinge schnell in die „Esoterik-Schublade“, weil wir die Zusammenhänge dahinter nicht verstehen können oder wollen. In Ostasien allerdings werden solche Erfahrungen, wie die von Meister Taguchi, nicht als Esoterik (bei uns im Westen ist Esoterik für viele der letzte Schrott) bezeichnet. In Japan sind und waren solche Vorkommnisse kulturprägend. Bei uns hat es früher solches Kulturgut auch mal gegeben. Leider wurde das meiste davon auf Scheiterhäufen verbrannt.

Wir können die Kampfkünste Ostasiens auch rein technisch trainieren und die ganze Mystik dahinter ignorieren. Das geht sogar sehr gut. In Ostasien beginnt man auch so. Erst mit dem beherrschen der Grundlagen ist man so weit, dass man die inneren Fähigkeiten kultivieren kann. Wenn man sich dann irgendwann dafür qualifiziert hat, kann man von den Meistern innere Fähigkeiten wie z.B. die Sakki-Wahrnehmung (auf von hinten kommende Angriffe reagieren, bevor der Angriff kommt) oder den Dim Mak lernen. Das sind nur zwei von vielen Dingen, die möglich sind.

Damit man neben der technischen Ebene auch die anderen Fähigkeiten erlangen kann, ist genauso Training nötig. Wenn man davon überzeugt ist, dass es so etwas nicht gibt, weil es nicht sein darf, wird man auch nie darauf kommen solche Dinge lernen zu wollen. Und wenn jemand aus sportlichen Gründen Kampfkunst erlernt, ist das auch okay.
Möchte man aber auch innere Kampfkunst-Fähigkeiten erlernen, muss man erst mal einen Lehrer dafür finden. Die gibt es nämlich nicht an jeder Straßenecke. Dazu kommt, dass es viele Leute gibt, die nur von sich behaupten, sie könnten bestimmte Dinge. Dann gibt es die, die sehr große Angst vor solchen Fähigkeiten haben. Und ganz wenige haben sie wirklich und können sie unterrichten.

Nachdem man einen Lehrer dafür gefunden hat, wird er den Schüler nach seinem Entwicklungsstand unterrichten. So wie es auch auf der körperlichen Ebene gemacht wird. Denn nur, wer diese Fähigkeiten verantwortungsbewusst und weise anwenden kann, wird sie schließlich auch gelehrt bekommen. Und das ist typisch für die ostasiatische Kultur.

Ninjutsu Training im Tengu Akasha Dojo

Probetraining ist kostenfrei

Wenn du Interesse an einem Ninjutsu Schnupper-Training hast, kannst du dich ganz einfach mit dem Kontaktformular unverbindlich bei mir melden.

Ninjutsu ist die Kampfkunst der japanischen Schattenkrieger

Spiritueller Krieger Dr. Mark Hosak zeigt Ninja Abwehr mit Finte als Einladung zu einem EllenbogenstoßDie legendäre Kampfkunst Ninjutsu ist vor ca. 900 Jahren entstanden und wurde erst so richtig durch die vielen Filme aus den 80ern in der westlichen Welt bekannt. Der schwarze Ninja-Anzug ist dabei sehr viel bekannter geworden, als die Philosophie und die Qualität, die in dieser besonderen Kampfkunst verborgen liegen.

Am Anfang lernt der Schüler fundamentale Basisbewegungen und spezielle Übungen, die bei regelmäßigem Training ungünstige Körperhaltungen und Verspannungen in der Muskulatur lösen. So verbessern sich die Reflexe, man wird wachsamer und kann entspannter trainieren. Unser Körper ist so aufgebaut, dass eine ständige Bewegung und die Selbsterhaltung sehr leicht möglich sind. Diese natürliche Eigenschaft wird gezielt geschult, um darauf aufzubauen.

Das Training ist verantwortungsvoll, spielerisch und realitätsnah gestaltet. Im Taguchi Ryu Ninjutsu sind die Methoden weich und effektiv. Der Schwerpunkt dabei ist, dass wir wenig Kraft nutzen, aber immer genau so viel, wie es braucht. Wir trainieren augeklügelte Schlag-, Hebel-, Stoß-, Wurf- und Fallschultechniken. Zu jeder der Bewegungen lernst du auch die entsprechenden Gegenbewegungen.

Die primäre psychologische Motivation eines Menschen ist es, sich bei einer Gefahr von der Quelle der Gefahr wegzubewegen. Die Ninjutsu-Bewegungen sind so konzipiert, dass sie dieser Grundmotivation entsprechen. Allerdings ist es so, dass das Überleben nicht davon abhängt, wie geschickt man sich bewegen kann, sondern von der Vermeidung der Umstände, die unsere Lebens-Kraft und -Qualität einschränken könnten und man erst dann kämpft, wenn nichts anderes mehr hilft. Hierfür lernst du geeignete mentale Übungen und Körperbewegungen, damit du auch schwierige Situationen meistern kannst.

Im Ninjutsu geht es nicht nur um Kampfkunst, sondern auch um die sinnvolle Kombination von Körperbewegung, Gesundheitsvorsorge und Bewusstseinserweiterung. Mit Ninjutsu kann man ganzheitlich seine Lebensqualität steigern. Alte und gewohnte Bewegungen, die wir nicht mehr brauchen, ersetzen wir durch neue und konstruktivere. So bietet uns Ninjutsu die Möglichkeit uns auch über das körperliche Traning hinaus neu zu erfahren.

Jûnan Taisô = Die Gymnastik der Ninja

Spezielle Körper weich machende Übungen schaffen die Grundlage für das Taijutsu. Die speziellen Bewegungen ähneln teilweise Stoß- und Schlagtechniken, sind aber dafür da, um die Muskulatur zu lockern, zu stärken und zu dehnen. Atem- und Standübungen helfen uns dabei uns zu zentrieren. Dadurch fallen die Trainingsbewegungen leichter und auch im Alltag kann man sich natürlicher bewegen.

Taihenjutsu = Fallschule, Sprungübungen und Rollen

Spiritueller Krieger Taguchi Sensei zeigt Seitwärtsrolle des Taihenjutsu mit dem StockTaihen bedeutet heftig, jutsu bedeutet Kunst oder Handwerk. Taihenjutsu ist also die Kunst in heftigen Situationen, wie z.B. bei einem Fahrradsturz, sich so bewegen zu können, dass man weitestgehend unverletzt bleibt.

Das Taihenjutsu-Training beginnt auf weichem Untergrund (Matten). Zuerst wird am Boden geübt, später dann aus dem Stehen  und während man sich bewegt. Wer die Basis beherrscht, kann dann auf einer Wiese und später auf Asphalt weitertrainieren.

Bei meinen eigenen ersten Taihenjutsu-Trainingsstunden hatte ich zunächst Schwierigkeiten: Meine Angst zu fallen. Diese Angst kam von einem Ski-Unfall, der einige Zeit zurücklag. Taguchi-Sensei jedoch hatte eine geniale Trainingsmethode für Taihenjutsu mit der ich sehr schnell meine Angst überwinden konnte. Um mir mein Training noch mehr zu erleichtern, entwickelte ich eine Übungsmethode, in der die Übungen von Taguchi-Sensei integriert sind und mit der ich noch besser zurechtkam. Später wurde sie von Meister Taguchi anerkannt.

Eine besondere Form von Gymnastik, Rollen und Sprüngen befähigt den Schüler geschickt und unverletzt zu flüchten. Sie stärken den Rücken und helfen unter anderem auf härterem Boden schmerzfrei zu rollen.

Taijutsu = Ninjutsu ohne Waffen

Spiritueller Krieger Dr. Mark Hosak zeigt Doppelarmhebel des NinjutsuBeim Taijutsu wenden wir dann Fallschule und Gymnastik an. Ein großes Augenmerk wird darauf gelegt, dass man sich mit Geist und Körper in heiklen Situationen, z.B. Kampf, immer noch natürlich bewegen kann. Ein Nebeneffekt davon ist die Selbstverteidigung. Das Taijutsu kann man grob in zwei Grundrichtungen aufteilen:

Jutai Jutsu

Es geht hier darum mit sanften, weichen Mitteln zu arbeiten. Für den Angreifer ist das Ergebnis dabei allerdings gar nicht so sanft. Wir nutzen hier ausgeklügelte und auch sehr einfache Hebel, Verknotungen und Würfe. Schläge und Stöße werden fast nicht verwendet und wenn, dann mit offenen Händen. Mit geöffneten Händen bleibt man um einiges flexibler. Man kann so leichter Kleidung oder Finger greifen.

Links im Bild ist ein Beispiel für eine Hebeltechnik. Der nächste Schritt in der Bewegung wäre, dass ich den gewinkelten Arm des Angreifers auf meinen linken Arm lege. Wenn der Partner sich rührt, zieht sich der Hebel von selbst an. Meine rechte Hand ist frei und ich kann damit z.B. die Polizei rufen.

Daken Taijutsu

In dieser Ninjutsu-Form nutzt man vor allem Stöße, Schläge und Stiche mit Füßen und Händen. Am Anfang übt man feste Abfolgen, die dann später immer freier werden. Es gibt sehr viele Variationen und Bewegungsabläufe. Zum Daken Taijutsu gehört auch die Kunst Knochen zu brechen (Koppô Jutsu).

Anfänger-Ninjutsu-Training

Zu Beginn trainieren wir vor allem Junan Taiso, Taijutsu und Taihen Jutsu. Es werden die Grundbewegungen gelehrt, die so genannten Kihon Juniho. Dadurch bekommt man ein gutes Körperbewusstsein, lernt seine Mitte wahrzunehmen, die Muskeln werden gelockert, gedehnt und gekräftigt. Wir üben mit und ohne Partner, wie man sich wirksam vor einfachen Übergriffen und Fußtritten schützen kann.

Danach kommen die entsprechenden Konterbewegungen hinzu und das Training wird mit neuen Basisbewegungen ergänzt. Es wird trainiert, wie man sich angemessen und direkt auf den Partner zu bewegt. Die Bewegungen sind sehr effektiv. Daher ist es uns wichtig, dass wir verantwortlich miteinander trainieren.

Sitzt die Basis einigermaßen, lernen die Schüler ein paar Hebel- und Schlagkombinationen, außerdem einfache Weiterführungen (Henka Techniken). Da ständig die Koordination der Schüler verbessert wird, bewegen sie sich mit jedem Training ökonomischer.

Übungen, um die Wahrnehmungsfähigkeit zu steigern und einfache Energieübertragungen sind ein zusätzlicher Bereich im Ninja Training. Man braucht dafür keine besondere Spiritualität oder Vorwissen. Es reicht, wenn man offen dafür ist es auszuprobieren. Dann sind wir auch offen für eine Überraschung ;).

Fortgeschrittenes Ninjutsu-Training

Hier kommen Waffen mit ins Training. Der Schwerpunkt liegt auf fortgeschrittenen, ausgeklügelten und fließenden Variationen und Bewegungen. Die Inhalte des Trainings sind flexibel. Immer wieder wird der Schwerpunkt auf ausgewählte Fähigkeiten gesetzt, um sie ganauer auszutrainieren. Dabei kehren wir immer wieder zurück zur Basis, in die die neu erworbenen Fähigkeiten eingebettet werden.

Wenn sich Schüler dafür qualifiziert haben, können sie auch in der geheimnisvollen Magie der Ninja von mir unterrichtet werden. Hier geht es um spirituelle Heilung und Persönlichkeitsentwicklung mit z.B. dem Kuji Kiri.

Japanische Stockkampfkunst – Bojutsu nach Taguchi Sensei

Geschichte und Hintergründe

Großmeister Taguchi Sensei zeigt Bojutsu Technik mit dem Stock (Yonshaku Bo)Bojutsu im Taguchi-Stil ist ein japanischer Stockkampfstil, der von Großmeister Taguchi Ryu Ryu gegründet wurde. Meister Taguchi trainierte seit seiner frühen Jugend mehrere traditionelle Kampfkünste der Ninja und der Samurai. Er erreichte in den japanischen Kampfkünsten Bujinkan Ninpo Taijutsu und Shinkan Ryu den Titel des Großmeisters.

Hier ist wichtig zu wissen, dass ein japanischer Großmeister nicht gleich einem Linienoberhaupt ist, sondern Großmeister sein bedeutet in Japan, dass man Lehrer ausbilden kann und gleichzeitig bei seinem Meister weiterlernt. Zu Beginn unterrichtete Meister Taguchi Bujinkan Ninpo Taijutsu, wie bei seinem Meister Masaaki Hatsumi gelernt, der selbst Linienoberhaupt und Großmeister des Ninjutsu ist. Viele von Taguchis damaligen Schüler sind heute hochgraduierte Bujinkan-Lehrer und lehren diese Kunst in Kansai.

Eines Tages im Training griff ihn einer seiner Schüler an und es passierte etwas völlig unerwartetes: Anstatt die Technik zu machen, die er jahrelang trainiert hatte, kam eine Bewegung aus ihm heraus, die es bis dahin in dieser Form noch nicht gab. Dieses Phänomen trat ab diesem Zeitpunkt immer häufiger auf.

So bat er Hatsumi Sôke um Rat. Seine Antwort war einfach. Er machte ihm klar, dass er sich nun an einer Weggabelung befände. Ab hier müsse er sich entscheiden. Es gäbe zwei Möglichlkeiten: 1. Die Vorkommnisse ignorieren und weitertrainieren als wäre nichts geschehen. 2. Ab jetzt ausschließlich die neuen Bewegungen trainieren und alles, was er all die Jahre gelernt hatte, verwerfen.

Ab da gründete Meister Taguchi seinen eigenen Kampfkunst-Stil.

Bojutsu Training

Spiritueller Krieger Dr. Mark Hosak mit Großmeister Taguchi Sensei im Langstock Training des NinjutsuZu Beginn lernt man im Bojutsu-Training die Basisform des Affenstils, Enbojutsu. Diese Basis besteht aus Stoß-, Schlag- und Schnitttechniken und lässt sich in 5 Formen unterteilen. Den Stock kann man auch für verschiedene Schwerttechniken verwenden. So ist im Enbojutsu auch das Kenjutsu enthalten. Wer mit dem Stock trainiert, trainiert alle anderen längeren Waffen gleich mit. Wenn man Enbojutsu beherrscht, heißt das, dass man alle anderen längeren Waffen einfach benutzen kann. Genau das ist im Affenstil das Ziel. Wer den Affenstil gemeistert hat, kann den Drachenstil erlernen.

Bojutsu für Anfänger

Anfänger trainieren zu Beginn einfache lineare Stocktechniken von links, rechts, oben und unten. Dazu kommen die Schrittarbeit und effektive Übungen, die bei den Schülern die Fähigkeit fördert, einen Stock fest im Griff zu haben. Außerdem wird es dadurch einfach, dass der Schüler den Stock anmutig durch seine Finger bewegen kann.

In Partnerübungen trainieren wir diese Basis. Jede der Bewegungen kann eine Verteidigung aber auch ein Angriff sein. Wir üben natürlich nicht am Partner. Hierfür stellen sich beide einen dritten virtuellen Mitschüler vor, wobei sich dann beide Stöcke in der Mitte treffen. So beugen wir Verletzungen vor. Der Abstand ist so groß genug und ist ungefährlich, selbst wenn einer mal zu spät reagiert.

Beherrscht ein Schüler alles so weit, werden unterschiedliche Kombinationen unterrichtet. Dadurch werden die Stock-Bewegungen von Training zu Training natürlicher. Irgendwann werden die Bewegungen des Stocks zu körpereigenen Bewegungen. Mit der Zeit verschwindet dann auch die Angst mit dem Stock umzugehen. Das Auge wird so geschult, dass es irgendwann ganz selbstverständlich ist, dass Gegenstände auf einen zukommen.

Japanischer Schwertkampf im Tengu Akasha Dojo

Der traditionelle japanische Schwertkampf Kenjutsu hat in Japan eine sehr lange Tradition.

In Japan war es schon in sehr früher Zeit Sitte, im Kampf das Schwert zu nutzen. Im japanischen Mittelalter, als auch die Kriegerschicht der sogenannten Samurai entstand (ca. 11. Jahrhundert), kam es zur Entwicklung von verschiedenen Schwertkampfstilen. Jedoch nur die überlebten die Zeiten, die für den Kampf auch tauglich waren. Alle anderen verschwanden wieder. Große Schwertkampf-Meister feilten die Künste des Schwertes immer weiter aus. Dadurch stieg das Kenjutsu-Niveau stetig.

Großmeister Taguchi Sensei zeigt Abwehr eines Katana mit JitteZwischen 1600 und 1868 (Edo Periode) herrschte in Japan Frieden und die Samurai begannen sich neben den Kampfkünsten noch weiteren Künsten zu widmen, darunter z.B. die Tee-Zeremonie. Im Laufe der Zeit wurde beides miteinander verbunden – das harte Training mit den angenehmen Künsten. Daher ist von einigen der Kenjutsu-Stile heute nur noch die Form vorhanden. Die Ursprünge des Schwertkampfes sind dort fast nicht mehr ersichtlich.

Um ca. 1850 rum öffnete sich Japan der westlichen Welt und die Kriegerschicht der Samurai wurde schließlich abgeschafft. In dieser Zeit spielt auch der bekannte Kinofilm „Last Samurai“ mit Tom Cruise.

Es gibt heute in Japan noch viele Ex-Samurai- Familien, die ihre Kampfkünste immer noch trainieren. Allerdings ist es für Ausländer sehr schwer diese zu finden, da fast keine Werbung dafür gemacht wird. Das ist auch der Grund, warum viele dann beim Volkssport Kendô landen. Kendô hat feste Regeln und die Künste der Samurai sind nur leicht darin auszumachen.

Authentischer japanischer Schwertkampf – Kenjutsu

Seit meiner frühen Kindheit bin ich begeisterter Fan der ostasiatischen Kampfkünste. Bereits mit 13 Jahren war ich Kampfkunst-Schüler verschiedener Stile und meine Lehrer waren fast alle Japaner. Durch den Umgang mit meinen Lehrern eröffnete sich für mich die Welt der japanischen Sprache und Kultur. Mit der Zeit fand ich heraus, dass ich besonderes Interesse an den alten japanischen Kampfkünsten hatte und bald darauf trainierte ich nur noch klassische Stile wie Ninjutsu, Taijutsu, Bojutsu und Kenjutsu. Da ich in dieser Zeit öfters Japan bereiste und dort viele Kontakte geknüpft hatte, war es mir irgendwann gegönnt meinen heutigen Kampfkunst-Meister Taguchikennenzulernen. Er kommt aus einer der Samurai Familien, die ihre Künste von Generation zu Generation weitergegeben hatten. Damals blickte er auf eine mehr als 55 Jahre lange Karriere in alten Kampfkunst-Stilen zurück. Taguchi-Sensei ist Großmeister (ein Großmeister bildet als Lehrer andere Lehrer aus) mehrerer Kenjutsu-Stile, im Ninjutsu und Bojutsu. Außerdem hat er einen eigenen Stil gegründet: „Taguchi Ryubojutsu„. Die Wurzeln seines Kenjutsu-Stils sind Sojutsu, Shinkan Ryu, Yagyu Shinkage Ryu und Eishin Ryu.

Nachdem Taguchi-Sensei Kenjutsu-Großmeister wurde, lernte er Masaaki Hatsumi kennen. Hatsumi ist Linienoberhaupt und Großmeister im Ninjutsu. Taguchi und Hatsumi tauschten sich über die Jahre hinweg aus und so wurde Meister Taguchi auch Großmeister im Ninjutsu.

Als ich von 1996 bis 1999 drei Jahre lang in Japan lebte, genoss ich neben dem Standart-Training fast jeden Tag Privatunterricht bei Meister Taguchi. Das war eine besondere Ehre für mich. Er schickte mich mehrfach für mehrere Wochen in besondere japanische Wälder, in denen ich traditionell in der Natur meditierte und trainierte. Ich wurde schließlich sein Assistenzlehrer. Nachdem ich als solchen ein gutes Jahr lang trainierte und unterrichtete, bekam ich von ihm die Erlaubnis, seine Kampfkünste im Westen zu unterrichten. Es geht dabei um die Kombination von Ninjutsu und Kenjutsu.

Kenjutsu-Training mit Mark Hosak

Trainiert wird mit dem traditionellen hölzernen Schwert (jap: Bokutô, Bokken). Echte Klingen werden im Training erst dann benutzt, wenn der Schüler sehr fortgeschritten ist. Der Schwerpunkt beim Kenjutsu-Training nach Taguchi liegt auf einer sehr sauberen Technik, gepaart mit der Fähigkeit sich natürlich dabei bewegen zu können. Sehr feine Details, wie bei den Samurai, wer wann welchen Schritt geht, sind erstmal nicht so wichtig.

Großmeister Taguchi Sensei zeigt Abwehr Schwert gegen japanisches Handtuch Tenugui 1Wichtiger sind die Partnerübungen, mit denen sehr bald begonnen wird. Man übt Schwert gegen Schwert, Schwert gegen Stock und Schwert gegen Unbewaffnet usw. Wir gehen im Training zunächst mal davon aus, dass wir keinen großen Samurai-Helm tragen. Entsprechend sind auch die Techniken konzipiert. Das kann man sehr gut an dem Foto rechts erkennen. Hätte ich auf dem Foto einen großen Helm auf dem Kopf, hätte ich es sehr schwer mein Schwert dort hinzunehmen, wo ich es halte.

Kenjutsu-Aufwärmtraining

Auch beim Kenjutsu haben wir besondere Übungen, die man mit einem Aufwärm-Training vergleichen kann. Die Übungen, die auch ein wichtiger Bestandteil der Basistechniken sind, helfen dabei für den Schwertkampf geschmeidiger und stärker zu werden und gleichzeitig verringern sie das Verletzungsrisiko. Wenn man es genau nimmt, sind es Dehn- und Muskelübungen, mit denen sich der Schüler auf das Training vorbereitet. Außerdem erreicht man durch sie schnell ein hohes technisches Niveau. Das Aufwärmtraining führen wir mit dem Bokken (Holzschwert) aus.

Kenjutsu-Basistechniken

Während die grundlegende Fußarbeit und Technik vorbereitend auf die Partnerübungen trainiert werden, ist ein weiteres Ziel, dass man sich dabei immer natürlicher bewegen lernt. Zu Beginn sind es hauptsächlich vertikale Schläge, die wir üben. Es geht dabei aber nicht um Muskelkraft, sondern darum locker und flüssig die Bewegung mit hoher Effektivität durchzuführen. Die Japaner sagen, dass bei guter Technik die Kraft von der Hüfte auf das Schwert übertragen wird. Das Schwert soll wie ein Glied des Körpers fungieren. So spart man Kraft, es wirkt recht elegant und der Geist wird dadurch belebt. Je besser einem diese Technik, die eine der wichtigsten ist, gelingt, umso leister fallen einem die darauf folgenden Bewegungen. Ebenso gilt das für die anderen Richtungen, die das Schwert nehmen kann.

Großmeister Taguchi Sensei zeigt Abwehr Schwert gegen japanisches Handtuch Tenugui 2In dem Grad, wie der Schüler Fortschritte macht, lernt er auch die anderen Richtungen. Jede Technik üben wir im Stehen, im Sitzen und aus der Bewegung heraus. Bei der Bewegung spielt eine ausgeklügelte Fußarbeit eine sehr wichtige Rolle. Die Abwehr und der Angriff gehen dabei fließend ineinander über. Mit jeder Abwehr übt man auch gleichzeitig eine Art des Angriffs. Übt man zunächst ohne einen Partner, merkt man das zuerst nicht. Deshalb führe ich immer die Techniken an Schülern vor, damit der Sinn verstanden werden kann und der Bezug zur Realität vorhanden bleibt.

Partnerübungen im Kenjutsu

Hier ist sehr wichtig, dass wir eigenverantwortlich miteinander trainieren. Gefährliche Spielchen und Ego-Profilierungen sind bei den Kenjutsu-Partnerübungen fehl am Platz.

Zu Beginn trainieren wir festgelegte Abläufe. Irgendwann werden dann verschiedene Kombinationen natürlich aneinandergekettet und  später wird das Training dann immer freier.

Großmeister Taguchi Sensei zeigt Abwehr Schwert gegen japanisches Handtuch Tenugui 3Durch die Berührung der Holzschwerter lernt man mehr und mehr zu fühlen, wie man darüber arbeiten kann. Man lernt sozusagen mit dem eigenen Schwert, die Bewegung des Gegenübers zu spüren, so dass man dadurch schneller reagieren kann, als wenn man sich nur auf seine Augen verlassen würde. Das geht natürlich nur so lange, wie man den Kontakt aufrecht erhält. Wir blocken das angreifende Schwert nicht ab, sondern nehmen es mit unserem Schwert auf und führen es weiter dorthin, wo wir es gebrauchen können. So wird eine Art absichtsloses Handeln zum Ziel bei den Kenjutsu-Partnerübungen.

Schwertziehen – Iaido

Um ein Schwert benutzen zu können, muss man es erst mal ziehen. Nachdem man es benutzt hat, steckt man es natürlich wieder zurück. Fußarbeit, Geschick und Geschwindigkeit spielen dabei eine wichtige Rolle. Für das Ziehen des Schwertes gibt es verschiedene Möglichkeiten: horizontal, vertikal oder diagonal. Auch wenn es erst mal nur so aussieht, als wäre es nur eine anmutige Kunst, ist es wichtig daran zu denken, dass viele der Schwertzieh-Bewegungen in weiteren Techniken münden, die als Angriff oder Verteidigung benutzt werden können.

Fortgeschrittene Partnerübungen im Kenjutsu

Wenn die wichtigsten Kenjutsu-Grundtechniken sitzen, werden fortgeschrittene Partnerübungen unterrichtet. Früher in einem Kampf gab es oft die Situation, dass unbewaffnete auf bewaffnete Krieger trafen. Daher haben wir im Kenjutsu auch entsprechende Techniken zur Entwaffnung des Gegners. Weiterhin gibt es im Kenjutsu auch Würfe, Hebel und Fallschule, natürlich mit Schwert. Ist der Schüler sehr fortgeschritten, kann er die Zweischwert-Schule (Niten) trainieren, außerdem weitere Kenjutsu-Waffen. Darunter sind z.B. Speer, Hellebarde oder die Sichel.

Kenjutsu und Meditation

Wir beginnen das Kenjutsu-Training mit einer traditionellen meditativen Begrüßung. So kann man die alltäglichern Sorgen loslassen und sich ganz auf das Kenjutsu-Training einstimmen und einlassen. Nach dem Training folgt dann das Gegenstück: Die positiven Schwingungen des Kenjutsu-Trainings können ins alltägliche Leben mitgenommen werden, damit sie dort weiterwirken können.

Wenn du bei mir Kenjutsu lernst, gleicht das einer besonderen, bewegungsreichen Meditation. Je mehr man es schafft dabei zentriert zu bleiben und gleichzeitig innerlich loszulassen, und den Körper sich einfach natürlich bewegen lässt, umso effektiver ist das Training und umso leichter kann das Kenjutsu verinnerlicht werden. Um das zu erreichen, sind im Training spezielle Übungen enthalten. Wir lernen Kenjutsu über unseren Körper, deshalb darf der Geist sich dabei entspannen.


Aufgepasst!

Das sagen begeisterte Seminarteilnehmer zum Kenjutsu Seminar:

„Nun ein Feedback zum Workshop vom Sonntag:

Danke!

Es war ein gefüllter Tag, der keine Minute zu viel barg.
Du hast mir, und ich denke uns allen viel geschenkt, uns vielleicht auch ein bißchen verzaubert. Ich denke, uns war allen schnell klar, daß Du wahrhaftig Wissen und Erfahrung hast, und wir von Dir schöpfen können. Auch bist Du ein wunderbarer Pädagoge, der es versteht eine Gruppe unterschiedlichster Leute, die sich gegenseitig fremd sind zusammenzuschweißen, als hätte es gar nicht anders sein können. Du hast uns kontinuierlich etwas zum Arbeiten gegeben, uns in Bewegung gehalten ohne uns zu schröpfen oder auszulaugen. Fast experimental/spielerisch und locker, aber ohne auf die Disziplin zu verzichten hast Du uns einen roten Faden gesponnen, an dem wir uns entlangschlengeln konnten – durch unser Abenteuer […]“

(Teilnehmer persönlich bekannt)